Inhalte  der  Übungsstunden
Tanzen mit
Menschen
mit Demenz

 
 
 
Unsere Philosphie:
Bei uns darf jeder mitmachen!
Jeder kann tanzen,
jeder kann dabeisein,
jeder nach seinen Fähigkeiten.
 



Jede Zielgruppe hat andere Bedürfnisse, so auch Menschen mit Demenz.
Natürlich gibt es nicht den dementen Menschen, so wie jeder Mensch individuell ist, ist auch jeder demente Mensch individuell. Und doch gibt es Verhaltensweise und Bedürfnisse die demente Menschen gemeinsam haben. Diese Tatsache wird bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt Methodik und Inhalte sind an die Gruppe angepasst.
Musik von Damals und rhythmische Musik die den ursprünglichen Bewegungstrieb anspricht. Scham vor Bewegung kennen die meisten nicht, ähnlich wie bei Kindern und das Mitsingen ist strengstens erlaubt.
Musik ist Kommunikation auf emotionaler Ebene und hilft auch schwer demente Menschen zu erreichen. So erhält man auch Zugang zu Menschen in deren Biografie das Tanzen bis her keine Rolle gespielt hat.
Das Ziel der Tanzstunde ist die Anwendung, der Schwerpunkt wird nicht auf neue Inhalte gesetzt. Der Mensch steht im Mittelpunkt und nicht der Tanz.
Die Unterrichtsinhalte haben eine hohe Differenzierungsqualität. Jeder kann mitmachen unabhängig von seiner Bewegungsfähigkeit und ohne die Gruppendynamik zu stören.

Die Tanzform unterscheidet sich vom Gesellschaftstanz, orientiert sich aber daran.
Walzer, Tango, Samba sind so modifiziert, das jeder(!) mitmachen kann.
Konkret ist die breite Palette des Tanzes Inhalt des Unterrichts. Neben den Gesellschaftstänzen in Gruppen- und Paarform, auch rhythmische Motorik, Jazzelemente, Hip Hop, Alte Tänze, Isolationstänze und natürlich freies Tanzen wie in einer Disco.
Zwischendurch gibt es dann Informationen über die Entwicklung und Herkunft von Tänzen. Ein Art theoretischer Teil (wo kommt der Tango her?).

Doch Tanzen ist mehr als sich nur auf Musik zu bewegen.
Daher ist auch ein Tanzangebot mehr als nur „tanzen lernen“.

Es gibt kaum eine andere Sportart die gleichzeitig so viele Muskelgruppen, Gelenke und Körperzentren anspricht. Und allein schon die Aktivierung dieser Bereiche hilft, die vorhandenen Bewegungsfähigkeiten zu erhalten und teilweise auch wieder auszubauen. (Gleichgewicht, Sturzprophylaxe, Kondition, Koordination)

Tanzen ist auch ein Mittel der Integrationsförderung zwischen dementen und nicht dementen Menschen. Vor allem für Angehörige bietet der Tanz die Möglichkeit mit Ihrem Partner, eine Freizeitbeschäftigung gemeinsam nach zugehen. Nicht zu vergessen, dass das Tanzen zu unserer Gesellschaftskultur gehört und bei Festen aller Art Anwendung findet.



Lehrbuch TANZEN MIT MENSCHEN MIT DEMENZ [Infos]