Tanzen mit Menschen mit Demenz

Tanzen mit Menschen mit Demenz ist einfach umsetzbar.
Es wirkt physisch und psychisch positiv auf die Teilnehmer und auf deren Umgebung.

Jede Zielgruppe hat andere Bedürfnisse, so auch Menschen mit Demenz.
Natürlich sind Menschen mit Demenz nicht alle gleich, doch es gibt einige Verhaltensweise und Bedürfnisse die sie gemeinsam haben. Diese Tatsache wird bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt: Methodik und Inhalte sind an die Gruppe angepasst.
Vertraute Lieder und rhythmische Musik die den ursprünglichen Bewegungstrieb anspricht. Scham vor Bewegung kennen die meisten nicht, ähnlich wie bei Kindern und das Mitsingen ist strengstens erlaubt.
Musik ist Kommunikation auf emotionaler Ebene und hilft auch Menschen mit schwer Demenz zu erreichen. Auch Menschen in deren Biografie das Tanzen bisher keine Rolle gespielt hat.
Das Ziel der Tanzstunde ist die Anwendung, der Schwerpunkt wird nicht auf neue Inhalte gesetzt. Der Mensch steht im Mittelpunkt und nicht der Tanz.
Die Unterrichtsinhalte haben eine hohe Differenzierungsqualität. Jeder kann mitmachen unabhängig von seiner Bewegungsfähigkeit, ohne dabei die Gruppendynamik zu stören.

Die Tanzform unterscheidet sich vom Gesellschaftstanz, orientiert sich aber daran.
Walzer, Tango, Samba sind so modifiziert, das jeder(!) mitmachen kann.
Konkret ist die breite Palette des Tanzes Inhalt des Unterrichts. Neben den Gesellschaftstänzen in Gruppen- und Paarform, auch rhythmische Motorik, Jazzelemente, Hip Hop, Alte Tänze, Isolationstänze und natürlich freies Tanzen wie in einer Disco.
Zwischendurch gibt es dann Informationen über die Entwicklung und Herkunft von Tänzen. Ein Art theoretischer Teil (wo kommt der Tango her?) um die Kommunikation zu fördern.

Doch Tanzen ist mehr als sich nur auf Musik zu bewegen.
Daher ist auch ein Tanzangebot mehr als nur „tanzen lernen“.

Es gibt kaum eine andere Sportart die gleichzeitig so viele Muskelgruppen, Gelenke und Körperzentren anspricht. Und allein schon die Aktivierung dieser Bereiche hilft, die vorhandenen Bewegungsfähigkeiten zu erhalten (Gleichgewicht, Sturzprophylaxe, Kondition, Koordination).

Tanzen ist auch ein Mittel der Integrationsförderung zwischen Menschen mit Demenz und anderen Menschen. Vor allem für Angehörige bietet der Tanz die Möglichkeit mit Ihrem Partner gemeinsam eine Freizeitbeschäftigung nach zugehen. Nicht zu vergessen, dass das Tanzen zu unserer Gesellschaftskultur gehört und bei Festen aller Art Anwendung findet.

 

 

so gehts

Tanzen in der S-Bahn