Ponchos für den Faschingsumzug

Am Anfang war der Wunsch, dann kamen die Ideen und dann die Arbeit.

Nach dem wir nun schon ein paar Jahre bei den Faschingsumzügen "mitgeloffe" sind und die Mitglieder nach wie vor Lust und Begeisterung beim Mitlaufen zeigen, planen wir auch die nächsten Jahre dabei sein. Bleibt die Frage wie, bzw. als was wir dabei sein werden.
Ein jährlich wechselndes Motto ist nicht zu bewerkstelligen, das zeigte uns die Erfahrung. Der finanzielle Aufwand für die Mitglieder muss so gering wie möglich sein, sonst ist eine Teilnahme ganz schnell für einige nicht mehr möglich. Auch die Vereinskasse schafft es nicht, jedes Jahr etwas neues bereit zu halten.
So begaben wir uns auf die Suche nach einem zeitlosen Motto. Bunt soll es sein und zeitlos, so das es über mehrere Jahre verwertbar ist und die Kostüme müssen einfach umsetzbar sein. Wir wurden in unserem Vereinsamen fündig: Das Motto soll heißen: "Wir sind Tausendfüßler".
Das Kostüm beruht auf einem Poncho aus grünem Stoff. Passend für jeden da Universalgrösse, passend für jedes Wetter, da einfach übergeworfen.
Auf den Poncho wurden Füße und Schuhe aus bunten Stoffresten genäht und dann noch zusätzlich mit bunten, ausgestopften Babysocken mittels Sicherheitsnadeln bestückt. Viele viel Arbeit :)
Unter der Projekt-Leitung von Wibke Dittkrist, unserer Tausendfüßler Handarbeitsfachkraft, sind nun über 100 Ponchos entstanden.
Die Rohponchos wurden von den Schülern der Georgens-Schule produziert. Die dankbar diesen Produktionsauftrag genutzt hat um mit den Schülern Arbeitsprozesse und Arbeitsorganisation kennen zu lernen. Sie mussten unter anderem Stoff messen, schneiden, umsäumen, umnähen und Knöpfe befestiegen (siehe Bilder weiter unten).
Die Rohponchos wurde dann von Wibke Dittkrist mit Applikationen verziert.
Die soweit fertigen Ponchos wurden dann von den Faschingsumzugaktiven noch mit Babysocken bestückt. Die rund 1000 Babysocken kamen durch Flohmärkte, Spenden und Ebayauktionen zusammen. Sie wurden auf Tauglichkeit sortiert und die vielen weißen Socken aussortiert. Die für uns untauglichen weißen Socken haben wir an bedürftige weiter gegeben. Die übrig geblieben Socken wurden, ebenfalls von den Georgensschülern mit Füllwatte gestopft, damit ein plastischer Effekt entstehen konnte.
Nach der gelungen Premiere beim Umzug 2008, versuchen wir für 2009 noch Mützen mit Fühlern zu basteln. Unser Erscheinungsbild soll auch mit anderen Mitteln noch besser werden. Für 2009 sollen die Teilnehmer möglichst keine blauen Hosen mehr tragen. Außerdem sollen einheitlichen Taschen für die Bonbons angeschafft werden.

 

 

 

 

 


Wiebke Dittkrist