Alexander Gipp

Jahrgang
1973
Wohnort
Mannheim
Hobbys
Brettspiele, Lesen, Tischtennis, [private Homepage]
im Club aktiv
seit 1996 (Gründungsmitglied in beiden TFCs)
Funktionen im Club
lizensierter und hauptamtlicher Übungsleiter und Vereinsmanager; gewählter erster Vorsitzender


Warum bist du im Club aktiv?
Als hauptamtliche Kraft verdiene ich im Club mein Geld. Als Ehrenamtlicher im Club kann ich meine vielseitigen Interessen ausleben. Er bietet mir die Möglichkeit, verschiedene Dinge zu probieren und Ideen zu realisieren.

Seit wann arbeitest du als hauptamtliche Kraft für die Tausendfüßler?
Seit Mai 2006, davor habe ich alles ehrenamtlich gemacht, das waren fast 10 Jahre.

Du hast gesagt, das der Club dir die Möglichkeit bietet Ideen zu realiseren, was für Ideen meinst du?
Och, da gibt es ganz viele kleine und große Ideen. Einfach mal auf der Homepage unter Projekte klicken. Ganz große Projekte sind der Faschingsumzug, die Shows, das Entwickeln des Konzeptes "Tanzen für Menschen mit Demenz", das Gestalten der Homepage, das Aufbauen von neuen Gruppen oder auch die Teilnahme an der Brettspielmeisterschaft.

Was ist das Besondere an der Arbeit als Übungsleiter?
Ich finde es toll mit Menschen zu arbeiten, Menschen zu fördern, ich bin gerne Lehrer und vermittel mein Wissen. Ich freue mich, wenn ich an Lernprozessen und Entwicklungen von Menschen teilhaben darf. Und die Bewegung in der Gruppe tut auch mir gut.

Was ist das Besondere an der Arbeit im Vorstand?
Die Arbeit im Vorstand ist mehr eine Verwaltungstätigkeit, eine Abwechslung zur Arbeit in den Gruppen. Als Vorstand achte ich darauf, dass sich die Vereinsarbeit im gesetzlichen Rahmen bewegt. Finanzplanung gehört dazu und man muss ein Ohr bei den Mitgliedern haben, um nicht an deren Bedürfnissen vorbei zu planen. Natürlich greifen wir Ideen und Wünsche von unseren Mitgliedern auf. Ich bin gerne im Vorstand, auch weil die Zusammenarbeit mit den anderen Vorstandsmitgliedern so gut klappt. Wir diskutieren viel, jede Meinung zählt, alle Ideen werden ernst genommen, das finde ich toll.

• Lizensen

  • Fachübungsleiter Rehasport für Menschen
    mit geistiger/psychischer Behinderung (1.B09.05.0117)
    mit Gliedmaßenschädigung (1.B09.01.0290)
    Koronarerkrankung (nicht mehr aktiv)

  • Vereinsmanager C (2991)

• Impressionen: Alexander beim testen von Bewegungsideen mit dem Schal

• Bilder: Auftritt Sport und Spiel am Wasserturm, Mannheim Jui 2014

• Bilder: diverse



• philosophische Gedanken zum Thema Tanzen - von A. Gipp (Auszug aus dem Buch "einfach Tanzen")

  1. Tanzen = Bewegen auf Musik oder Rhythmus.

  2. Jeder der sich bewegen kann, kann auch tanzen

  3. Bewegen auf Musik tut zweifach gut:

    1. Musik tut gut

    2. Bewegung tut gut (Grundbedürfnis des Menschen).

  4. Tanzen und Musik sind Kultur. Kultur ist wandelbar.

    Kultur ist eine von Menschen geschaffene Ausdrucksform. Es gibt eine Vielzahl von Kulturen. Sie werden von einer Gruppe (Kulturkreis) angewendet, konsumiert und weiterentwickelt. Kultur ist in ihrem Wesen wandelbar, der Wandel wird überwiegend von nachfolgenden Generationen ausgelöst um sich neuen Lebensumständen anzupassen oder um sich von anderen Generationen oder Kulturkreisen abzugrenzen.

  5. Es gibt kein falsches Tanzen!
    Tanzen unterliegt ästhetischen Ansprüchen die von Kulturkreisen und Zeitgeist geprägt wird (beides ist wandelbar) und von einem bestimmten Personenkreis oder Organisation definiert wird, sie beanspruchen eine Deutungshoheit. Abweichungen bewerten sie als falsches Tanzen. Tatsächlich gibt es aber kein falsches Tanzen im Wesen, sondern nur das nicht ausführen von Vorgaben.
    Selbst eine Namensgebung garantiert nicht zwangsläufig eine bestimmte Ausführungsform: Samba wird in Europa deutlich langsamer getanzt wie in Brasilien. Bei Salsa kommt ursprünglich der Bewegungsimpuls aus der Hüfte, heute gibt es Kulturkreise die sich Salsa über ein Schrittsystem erschließen. Auf langsame Walzermusik gibt es verschiedene Bewegungsformen. Sogar eine scheinbare spezifische Namensgebung wie "Tango Argentino" in Abgrenzung zu "Tango" bietet noch ein sehr breites Spektrum an Bewegungsvariationen.
    Es gibt noch unzählige andere Beispiele, die nicht nur den Gesellschaftstanz betreffen. Auch im Ballett, Westerntanz, Aerobic, Jazztanz, Rock'n'Roll und in den vielen anderen Tanzformen wechseln ästhetische Anforderungen.
    Hält man sich nicht an die Vorgaben, können Subkulturen entstehen oder Neues. So geschehen bei zahlreichen Tänzen auf Swingmusik oder dem Cha-Cha-Cha, der erst um 1948 als Modetanz entwickelt wurde und bis heute Bestand hat.

  6. Die psychischen und physischen positiven Auswirkungen von Bewegung auf Musik finden auch dann statt, wenn man ästhetische Vorgaben wie im Takt tanzen nicht umsetzt.

  1. Tanzen ist so alt wie die Menschheit.

  2. Tanzen ist ein Urtrieb und findet überall auf der Welt statt, wo es Menschen gibt (seltene Ausnahme sind Kulturkreise deren religiöse Prägung tanzen verbietet).

  3. Tanzen ist vielseitig und facettenreich. Ein Tanzangebot kann entweder den Menschen oder den Tanz/Musik in den Mittelpunkt stellen.

    1. Stellt man den Mensch in den Mittelpunkt, werden Tänze und Bewegungen an die Anwender angepasst. Es ist möglich, ein niederschwelliges Angebot zu offerieren, im Sinne von einfach umsetzbar und von jedermann nutzbar.

    2. Stellt man den Tanz in den Mittelpunkt, geht es darum, eine bestimmte Bewegungsform zu erreichen. Die Erfüllung kann zu hochkomplexen Bewegungen führen, bis zum Spezialistentum, bei dem ein intensiver Trainingsaufwand nötig ist.

      Für Anregungen und Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung [Mail].