offener Gesellschaftstanz (OGT)
Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht der Tanz (Abgrenzung zum Turniersport).
Umsetzung des Gesellschaftstanzes ohne die verbindliche Form des paarweisen Tanzens und der geschlechtsspezifischen Zuordnung von Schritten, aber unter Beibehaltung charakteristischer Bewegungsformen und Abläufe, die dem Leistungslevel der Tanzenden angepasst werden.
Jeder kann tanzen.
Das Konzept des „offenen Gesellschaftstanz“ wurde vom Tanzlehrer Alexander Gipp entwickelt: „Das Ziel war es, eine Tanzform für Menschen anzubieten, die Spaß an der Bewegung auf Musik haben aber keinen Partner mitbringen oder keinen Wert auf paarweisen Tanzen legen."
Konkret ist die breite Palette des Gesellschaftstanzes Inhalt des Unterrichts. Auch alte Modetänze wie Twist oder regionale und Volkstänze können entsprechend adaptiert werden.
Außerdem können auch rhythmische Motorik, alte Tänze und Isolationstänze Inhalt der Gruppenstunde sein. Zwischendurch gibt es noch Informationen über die Entwicklung und Herkunft von Tänzen. Ein Art theoretischer Teil (wie entstand Salsa, was ist Swing?).
Die Tänze sind so verändert, dass es keine Geschlechter spezifischen Schritte gibt und ein Wohlgefühl beim alleine oder Gruppentanz entsteht. Die Charakteristik der Tänze bleibt dabei erhalten.
Tango sieht aus und fühlt sich an wie Tango und Walzer bleibt Walzer. Das gilt ebenso für die lateinamerikanischen Tänze. Das technische Tanzen ist auf Freizeitsportniveau angesiedelt, der Mensch steht im Mittelpunkt nicht der Tanz und grenzt sich somit deutlich vom Turniersport ab. Das Ziel ist, allen Menschen einen Zugang zum Tanzen zu bieten.
Es kann dabei eine Bewegungskompetenz aufgebaut werden - alles nebenbei, den der Spaß steht bei allem im Vordergrund.
Ursprünglich wurde das Konzept für Senioren entwickelt, doch mittlerweile tanzen nicht nur die über 70jährigen den offenen Gesellschaftstanz, sondern auch deutlich jüngere. „Bei Kindern kann man diese Form hervorragen zur Bewegungserziehung, Rhythmusschule und zur Körper- und Raumwahrnehmung nutzen.“
Und auch die Dreißiger, Vierziger, Fünfziger und Sechziger haben Spaß am offenen Gesellschaftstanz.
Der offene Gesellschaftstanz eignet sich auch für Inklusionsgruppen sehr gut. Die Unterrichtsinhalte haben eine hohe Differenzierungsqualität. Jeder kann mitmachen unabhängig von seiner Bewegungsfähigkeit oder Kondition. Jeder kann sich dabei entsprechend seinen Fähigkeiten weiter entwickeln, ohne die Gruppendynamik zu stören, man gehört einfach dazu.
Von der positiven Wirkung von Bewegung auf Musik auf Körper und Geist profitiert jeder.
Tausendfüßler Tanzdiplom OGT
Beim Diplom wird das Wissen und Können eines Gesellschaftstanzes abgefragt und bewertet.
Teilweise sind die Tänze modifiziert, so gibt es zum Beispiel keine geschlechterspezifischen Schritte.
"Eine gelungene Symbiose zwischen Gruppenerlebnis und individueller Aufgabenstellung."
Bei der Entwicklung des Diploms wurde besonders viel Wert auf eine differenzierte Bewertungsmöglichkeit gelegt, um alle Leistungsstufen abzudecken (inklusiv). Bei der Prüfung stehen im Vordergrund, was gewusst wird und was gekonnt wird. Das Diplom soll motivierend wirken, der Fokus soll nicht auf die Schwächen gerichtet sein. Am Ende gibt es eine Urkunde.
Natürlich geht der Prüfung ein Training voraus. Die Vorbereitungszeit für das Diplom ist abhängig von den Fähigkeiten und den Erfahrungen der Teilnehmer. Das können mehrere Wochen oder auch mehrere Monate sein. Das Ziel ist der Weg: Das Training von Motorik, Körperbewusstsein, Umgang mit Anderen, tanzspezifischen Kulturinformationen und der Spaß und die Freude an Bewegung auf Musik.
Für diese Tänze haben wir Diplome entwickelt:
Gerne unterstützen wir die Entwicklung weiterer Diplome.
Literatur zum OGT
Anleitungen, Liedlisten, Methodiktipps und vieles mehr zum offenen Gesellschaftstanz, sowie zum Diplom, finden man im Buch "einfach Tanzen - Lehrbuch und Lexikon der einfachen Tanzbewegungen" [klick]








