Tanzen ist Sport

Es gibt kaum eine andere Bewegungsart, die gleichzeitig so viele Muskelgruppen, Gelenke und Körperzentren anspricht. Die Aktivierung dieser Bereiche fördert die Bewegungsfähigkeit und hilft diese auszubauen. Tanzen fördert die allgemeine Bewegungskompetenz  und Raumerfahrung. Tanzen wirkt ganzheitlich und vielseitig auf unseren Körper und die Konzentrationsfähigkeit.

Tanzen ist Individualität und Gruppendynamik

Jeder kann sich entsprechend seinen Fähigkeiten weiter entwickeln, ohne die Gruppendynamik zu stören. Zu einer Gruppe zu gehören, ist wichtig. In der Gruppe entstehen soziale Kontakte und das Selbstwertgefühl wird gestärkt. Die Sozial-Kompetenz und Ich-Kompetenz werden intensiv gefordert und gefördert: „Das kann ich alles mit mir machen.“ und  „Das können wir zusammen machen.“

Tanzen ist gesund

Tanzen ist tatsächlich eine der wenigen Sportarten die ganzheitlich wirken. Musik, Bewegung und Gemeinschaft zeichnet das Tanzen ebenso aus, wie ein hoher Differenzierungsgrad.
Tanzen wirkt körperlich durch die Bewegung (physisch).
Tanzen wirkt mental durch die Musik (psychisch).
Tanzen wirkt sozial durch die Gemeinschaft in der Gruppe

Tausendfüßler tanzen ist einfaches Tanzen für Alle

Konkret ist die breite Palette des Tanzes der Inhalt des Unterrichts. Neben den Gesellschaftstänzen in Gruppen- und Paarform auch rhythmische Motorik, Jazz, Hip Hop, Video Clip Dancing, Alte Tänze, Isolationstänze und natürlich freies Tanzen wie in einer Disco.
Die Übungsstundeninhalte werden der jeweiligen Zielgruppe angepasst. Das gilt natürlich auch für die Musik und die Inhalte. Die Übungsstunden für Kindergartenkinder haben beispielsweise zusätzlich rhythmische und pädagogisch altersgemäße Elemente in Form von speziellen Kinderliedern und Kindertänzen. Die Übungsstunden in Tagesförderstätten sind in der Struktur und den Inhalten an die Teilnehmenden angepasst. Ebenso wie bei den Gruppen für Rollstuhlfahrenden oder Gruppen für Menschen mit Demenz oder Menschen mit Multipler Sklerose. 

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Sammlung wissenschaftlicher Artikel

Gerne nehmen wir Hinweise zu Studien in unsere Liste auf. Schreiben Sie uns an [gipp@gmx.de].

  • "Babys tanzen von Natur aus" Artikel als PDF [klick]
    Taktgefühl ist Kindern in die Wiege gelegt. Musikforscher und Psychologen konnten zeigen, dass Babys ihre Bewegungen mit Feingefühl auf den Rhythmus von Musik abstimmen, und zwar schon lange bevor sie zu sprechen beginnen. Veröffentlicht wurde die Forschung in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences.
  • "Tanzen macht schlau"    Artikel als PDF [klick]
    Artikel von Kathrin Burger (Bilder der Wissenschaft)
    Hirnforscher haben Tänzern in den Kopf geschaut und festgestellt: Sie trainieren wichtige Fähigkeiten und senken ihr Demenzrisiko.
  • "Tanzen stärkt Herz und Seele"  Artikel als PDF [klick]
    Artikel von Dr. med. Günter Gerhardt. Studie belegt, dass sich durch Walzertanzen eine effektivere Wirkung erzielen ließ, als durch anderweitiges Bewegungstraining, wie etwa Fahrradfahren oder Laufen.
  • "Im Dreivierteltakt für Dementpatienten" Artikel als PDF [klick]
    Artikel von Medical Tribune. Psychologen der Universität Basel konnten zeigen, dass bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz regelmäßige Walzertanzgruppen die körperliche Fitness und die geistige Leistungsfähigkeit verbesserten.
  • "Viel Bewegung bremst die Demenz" Artikel als PDF [klicken]
    Ärtze Zeitung. Auch bei bestehender Demenz läßt sich die Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten offenbar hinauszögern.
     

Tanzen mit Rollstuhl

Tanzen mit Rollstuhl ist genauso facettenreich wie das Tanzen im Stehen. Die Möglichkeiten ergeben sich aus den Fähigkeiten der Teilnehmer. Diese kann man grob in drei Bereiche einteilen:

a) für Selbstfahrer
b) für bewegungsfähige Nichtselbstfahrer
c) für bewegungsunfähige Nichtselbstfahrer

Gemischte Gruppen (Läufer/Rolli) sind eine besondere Herausforderung. Deren Existenz beruht auf dem Gedanken des Miteinanders. Oder um es mit den Worten eines Mitglieds zu sagen: "Ich möchte gerne mit meinem Freund zusammen Sport machen."

Sport mit Epilepsie

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Herausgeber + Quelle: http://www.stiftungmichael.de/